Wie bestimmen wir den richtigen Verkaufspreis für deine Immobilie?
Der Angebotspreis ist die wichtigste Entscheidung beim Immobilienverkauf – und gleichzeitig die, die am häufigsten falsch getroffen wird. Zu hoch ansetzen klingt verlockend ("kann man ja noch runterverhandeln"), führt aber fast immer zu schlechteren Ergebnissen als ein realistischer Startpreis.
Wir erklären, wie wir bei immovativInvest den Verkaufspreis bestimmen – und warum unser datenbasierter Ansatz systematisch bessere Ergebnisse liefert als eine Bauchgefühl-Einschätzung.
Das Problem mit dem "Wunschpreis"
Viele Eigentümer haben eine Zahl im Kopf – manchmal basierend auf dem, was der Nachbar angeblich erzielt hat, manchmal basierend auf dem eigenen Kaufpreis plus gefühlter Wertsteigerung. Das Problem: Beide Quellen sind unzuverlässig.
Der Nachbar erinnert sich möglicherweise an den Angebotspreis, nicht an den tatsächlichen Kaufpreis. Und der eigene Kaufpreis vor 15 Jahren sagt nichts über den heutigen Marktwert aus – weder über Lageentwicklung noch über Modernisierungsstand noch über die aktuelle Zinssituation der Käufer.
Ein zu hoher Angebotspreis führt zu einer "verbrannten" Immobilie: Sie bleibt lange im Portal, wird zunehmend ignoriert und landet schließlich zu einem niedrigeren Preis als ein realistischer Startpreis es ermöglicht hätte.
Unsere Methode: Daten statt Bauchgefühl
Vergleichbare Verkäufe – echte Preise, nicht Angebotspreise
Der wichtigste Datenpunkt ist: Was wurden ähnliche Immobilien in den letzten 12–24 Monaten tatsächlich verkauft? Nicht was sie angeboten wurden – sondern was Käufer am Ende wirklich gezahlt haben.
Wir analysieren alle verfügbaren Transaktionsdaten im Radius von maximal einem Kilometer um deine Immobilie. Dabei unterscheiden wir sorgfältig zwischen Angebots- und Kaufpreisen – die Differenz beträgt in Frankfurt je nach Lage und Marktphase zwischen 2 und 8 Prozent.
Marktreaktionsdaten als Preisfeedback
Wie lange stand eine vergleichbare Immobilie im Portal? Wie viele Anfragen kamen in der ersten Woche? Wurde der Preis gesenkt – und wenn ja, wie oft? Diese Daten zeigen, was der Markt tatsächlich akzeptiert, nicht nur was Verkäufer sich erhoffen.
Wir sehen auch sogenannte Reinserierungsmuster: Immobilien, die als "neu" wieder eingestellt werden, obwohl sie bereits Wochen zuvor schon einmal angeboten wurden. Das ist ein zuverlässiges Signal dafür, wo der Markt die Preisgrenze zieht.
Lagequalität im Detail
Nicht alle 500-Quadratmeter-Grundstücke in Sachsenhausen sind gleich viel wert. Wir bewerten:
- Straßenlärm und Exposition (Hauptstraße vs. ruhige Seitenstraße)
- Sonneneinstrahlung und Ausrichtung
- Nähe zu U-Bahn, S-Bahn, Schulen, Grünflächen
- Mikrolagebewertung: nicht nur der Stadtteil, sondern die genaue Straße
Objektmerkmale im aktuellen Standard
Die Wohnfläche wird nach aktuellen Normen berechnet – ältere Berechnungen unterschätzen häufig die tatsächliche Fläche. Wir bewerten außerdem:
- Grundrisseffizienz (gleiche Fläche, aber schlechter geschnitten = weniger wert)
- Modernisierungsstand der letzten 15 Jahre
- Energieklasse und voraussichtliche Sanierungspflichten
- Außenflächen, Stellplatz, Kellerausbau
Finanzierungsperspektive: Was würde ein Bankgutachter sagen?
Ein oft übersehener Faktor: Wenn der Angebotspreis deutlich über dem liegt, was eine Bank als Beleihungswert akzeptiert, schränkt das den Käuferkreis dramatisch ein. Käufer, die auf Finanzierung angewiesen sind (also die überwiegende Mehrheit), können dann nicht mitbieten – selbst wenn sie den Preis grundsätzlich akzeptieren würden.
Wir prüfen deshalb immer die Bankwertperspektive und stellen sicher, dass der Angebotspreis finanzierbar ist.
Ein konkretes Beispiel
Eine Eigentümerin in Niederrad wollte ihr Einfamilienhaus für 780.000 € anbieten. Die Begründung: ein Nachbar hatte nach eigener Aussage einen ähnlichen Preis erzielt.
Unsere Analyse ergab: Vergleichbare Objekte in derselben Straße wurden in den letzten 18 Monaten zwischen 695.000 und 730.000 € verkauft. Die Differenz zum Nachbarpreis erklärt sich durch einen größeren Grundriss und einen frisch sanierten Keller.
Wir empfahlen einen Angebotspreis von 720.000 €. Das Ergebnis: starke Resonanz in der ersten Woche, mehrere ernsthafte Interessenten, Abschluss bei 735.000 € – wahrscheinlich mehr als bei einem überhöhten Einstiegspreis, der zur Stagnation geführt hätte.
Was klassische Makler anders machen
Viele Makler orientieren sich primär an aktuellen Portalangeboten – also daran, was andere gerade anbieten. Das Problem: Angebotspreise spiegeln Wünsche, keine Marktpreise.
Wir gehen darüber hinaus: Transaktionsdaten, Marktreaktionsanalyse, historische Reinserierungsdaten, Finanzierungsperspektive. Das ist aufwendiger – aber es ist der Unterschied zwischen einem Preis, der gut klingt, und einem Preis, der tatsächlich funktioniert.
Was du selbst tun kannst
Als Eigentümer hast du keinen Zugang zu Transaktionsdaten. Aber du kannst prüfen:
- Welche Immobilien in deiner Straße stehen gerade im Angebot – und wie lange schon?
- Gibt es Objekte, die schon mehrfach neu inseriert wurden?
- Was sagen Online-Bewertungstools? (Als Orientierung nützlich, aber nicht für die finale Preisfindung geeignet)
Am verlässlichsten ist ein persönliches Vor-Ort-Gespräch. Wir kommen zu dir, schauen uns die Immobilie an und geben dir eine fundierte Einschätzung – kostenlos und unverbindlich.
Hast du Fragen zu deiner Immobilie?
Wir beraten dich kostenlos und unverbindlich – persönlich vor Ort im Rhein-Main-Gebiet.
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„Niclas hat sich von Anfang an richtig Zeit für uns genommen. Kein Fachjargon, einfach ehrlich und direkt. Die Wohnung war in knapp 5 Wochen verkauft – absolute Empfehlung!"
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