Maklervertrag einfach erklärt: Inhalt, Arten, Laufzeit und Kündigung
Was ist ein Maklervertrag – und was steht drin?
Ein Maklervertrag regelt die Zusammenarbeit zwischen Eigentümer und Makler beim Verkauf einer Immobilie. Er legt fest, was der Makler tut, was er dafür bekommt und wie lange die Vereinbarung gilt.
Die wichtigsten Inhalte:
- Art der Beauftragung (einfacher Auftrag, Alleinauftrag oder qualifizierter Alleinauftrag)
- Provision: Höhe, Fälligkeit und wer zahlt
- Maklerleistungen: Was konkret übernommen wird
- Laufzeit und Kündigungsbedingungen
- Pflichten des Auftraggebers
Die gesetzliche Grundlage liefert das BGB: § 652 BGB regelt, dass die Provision ausschließlich im Erfolgsfall fällig wird – also erst dann, wenn der Kaufvertrag notariell beurkundet ist. Kein Verkauf, keine Zahlung. Dieses Erfolgsprinzip ist für Verkäufer eine wichtige Absicherung.
Seit 2020 gilt außerdem: Bei Einfamilienhäusern und Eigentumswohnungen muss die Maklerprovision zwischen Käufer und Verkäufer zu gleichen Teilen aufgeteilt werden (§ 656c BGB). In Hessen bedeutet das in der Praxis: ca. 2,975 % für jede Seite.
Die drei Vertragsarten – und was sie bedeuten
### Einfacher Maklerauftrag
Der Eigentümer kann gleichzeitig mehrere Makler beauftragen und darf selbst einen Käufer suchen. Findet er selbst einen Käufer, entfällt die Provision.
Der Haken: Wenn der Makler weiß, dass drei Kollegen dasselbe Objekt vermarkten, investiert er in der Regel weniger Zeit und Geld. Keine exklusive Beziehung, kein exklusives Engagement.
### Einfacher Alleinauftrag
Der Eigentümer beauftragt nur einen Makler. Er darf aber selbst weiterhin einen Käufer finden – ohne Provision. Der Makler hat also ein Exklusivrecht, aber kein vollständiges.
Dieser Vertragstyp bietet dem Makler mehr Planungssicherheit, ohne den Eigentümer vollständig einzuschränken.
### Qualifizierter Alleinauftrag
Der Eigentümer verpflichtet sich, alle Kaufinteressenten – auch jene, die sich direkt an ihn wenden – an den Makler zu verweisen. Kein Eigenverkauf, kein zweiter Makler.
Vorteil für den Eigentümer: Der Makler investiert deutlich mehr: professionelle Fotos, hochwertige Exposés, breite Portalschaltung, aktive Käuferansprache. Er hat die Sicherheit, dass sich sein Aufwand lohnt.
„Ein qualifizierter Alleinauftrag ist keine Einschränkung für den Verkäufer – er ist die Voraussetzung dafür, dass wir wirklich alles geben. Wer uns das Vertrauen schenkt, bekommt von uns den vollen Einsatz." – Mazlum Selcuk, Immobilienmakler immovativInvest
Wie lange läuft ein Maklervertrag?
Das ist einer der wichtigsten Punkte – und einer, bei dem sich Makler erheblich unterscheiden.
Ein einfacher Maklerauftrag ist jederzeit kündbar. Bei Alleinaufträgen sind Laufzeiten von 3 bis 12 Monaten üblich. Viele Makler setzen auf lange Laufzeiten, um sich abzusichern – unabhängig davon, ob sie liefern oder nicht.
Bei immovativInvest gilt: Unser Alleinauftrag läuft standardmäßig 6 Wochen. Danach endet er automatisch – keine Verlängerungsklausel, keine Kündigung nötig. Wenn wir in 6 Wochen keinen Käufer finden, bist du frei.
Warum 6 Wochen? Weil das ausreicht, wenn man es richtig macht – und weil wir nicht glauben, dass ein Makler, der in sechs Wochen keinen Erfolg hat, in sechs Monaten besser wird.
„Lange Vertragslaufzeiten schützen den Makler, nicht den Eigentümer. Wir arbeiten lieber mit kurzen Fristen und überzeugen durch Ergebnisse." – Niclas van der Straeten, Geschäftsführer immovativInvest
Maklervertrag kündigen – so geht es
### 1. Widerrufsrecht bei Fernabsatzverträgen
Wurde der Vertrag online, telefonisch oder per E-Mail abgeschlossen, hast du als Verbraucher 14 Tage Widerrufsrecht – ohne Angabe von Gründen. Eine formlose E-Mail mit Datum des Vertragsschlusses und dem Wunsch, den Vertrag zu widerrufen, genügt.
Achtung: Hat der Makler in dieser Zeit bereits Leistungen erbracht (z. B. Fotos, Exposé) und hast du dem ausdrücklich zugestimmt, kann er für diese Leistungen anteilig abrechnen.
### 2. Kündigung je nach Vertragstyp
Einfacher Maklerauftrag: Jederzeit ohne Frist kündbar.
Einfacher Alleinauftrag: In der Regel nur zum Ende der vereinbarten Laufzeit. Vorzeitige Kündigung ist möglich, wenn der Makler seine Pflichten verletzt (z. B. keine Aktivität, keine Kommunikation).
Qualifizierter Alleinauftrag: Kündigung meist nur zum Laufzeitende oder aus wichtigem Grund. Prüfe den Vertrag auf Schadensersatz- oder Provisionsklauseln für den Fall eines Eigenverkaufs.
### Musterschreiben Kündigung
Wenn du einen Maklervertrag kündigen möchtest, reicht dieses einfache Schreiben per E-Mail oder Einschreiben:
Betreff: Kündigung Maklervertrag
*Sehr geehrte Damen und Herren, hiermit kündige ich den am [Datum] geschlossenen Maklervertrag über die Vermarktung meiner Immobilie [Adresse] zum nächstmöglichen Zeitpunkt. Bitte bestätigen Sie die Kündigung schriftlich.*
Versende das Schreiben immer nachweisbar – per E-Mail mit Lesebestätigung oder per Einschreiben.
Was der Makler laut Vertrag leisten muss
Ein seriöser Maklervertrag beschreibt die Leistungen konkret. Bei immovativInvest umfasst das:
- Fundierte Markt- und Preisanalyse mit aktuellen Transaktionsdaten
- Professionelle Fotos und Exposé-Erstellung (freigegeben vom Eigentümer)
- Schaltung auf allen relevanten Portalen (ImmoScout24, Immowelt, eigene Kanäle)
- Direktansprache vorgemerkter Käufer aus unserem Netzwerk
- Bonitätsprüfung vor jeder Besichtigung
- Verhandlungsführung mit qualifizierten Interessenten
- Koordination von Notar, Bank und allen Beteiligten bis zur Übergabe
Was nicht drinsteht, kannst du nicht einfordern. Prüfe bei jedem Makler, ob die Leistungen konkret beschrieben sind – oder ob es bei unverbindlichen Formulierungen bleibt.
Schriftform – was ist Pflicht?
Seit 2020 gilt für Maklerverträge über Einfamilienhäuser und Eigentumswohnungen: mindestens Textform ist Pflicht (§ 656a BGB). Das bedeutet: Ein mündlicher Vertrag ist in diesen Fällen nicht mehr ausreichend. Eine E-Mail, ein PDF oder sogar eine WhatsApp-Nachricht reichen aus.
Empfehlenswert ist trotzdem ein schriftlicher Vertrag mit Unterschriften – besonders bei Alleinaufträgen, um Laufzeit und Konditionen eindeutig festzuhalten.
Was passiert nach Ende des Maklervertrags?
Wenn der Vertrag abgelaufen ist und der Eigentümer danach an jemanden verkauft, den der Makler nachweislich benannt hat, kann der Makler Schadensersatzansprüche geltend machen. Wie lange diese Nachweispflicht gilt, regelt der Vertrag – üblicherweise 6 bis 12 Monate.
Verkaufst du an einen Interessenten, den du selbst gefunden hast und den der Makler nie kontaktiert hat, schuldest du nach Vertragsende keine Provision.
Prüfe deinen Vertrag auf diese Klauseln, bevor du nach Laufzeitende eigenständig aktiv wirst.
Neues 2026: Was Maklerverträge heute enthalten sollten
Die rechtlichen Anforderungen an Maklerverträge sind in den letzten Jahren gestiegen. Was 2026 in einem guten Vertrag stehen sollte:
- Konkrete Leistungsbeschreibung (nicht: "Wir kümmern uns" – sondern: welche Kanäle, welcher Zeitrahmen, welche Berichte)
- Klare Provisionsregelung mit Hinweis auf Halbteilungsprinzip (§ 656c BGB)
- Dokumentationspflichten: Wer beschafft Energieausweis, Grundbuchauszug, Wohnflächenberechnung?
- Regelung für den Fall, dass ein Käufer nach Vertragsende gefunden wird
- Transparenz bei etwaigen Aufwandsentschädigungen (bei uns: keine)
Fehlen diese Punkte, ist das ein Warnsignal. Frag nach – oder wähle einen anderen Makler.
Möchtest du wissen, wie ein Verkauf mit immovativInvest konkret abläuft und was deine Immobilie heute wert ist? Wir beraten dich kostenlos und unverbindlich – persönlich im Rhein-Main-Gebiet.
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„Niclas hat sich von Anfang an richtig Zeit für uns genommen. Kein Fachjargon, einfach ehrlich und direkt. Die Wohnung war in knapp 5 Wochen verkauft – absolute Empfehlung!"
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